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Auffällig 1. Mai 2020

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Drei-Stuehle-2019-03.3537

Wem nichts einfällt,

der fällt nicht auf.

 

Wem etwas ein- und zufällt,

sich aber nicht traut,

im notwendigen Zweifelsfall

den Mund aufzumachen,

der fällt auch nicht auf.

 

Wie kann es nur sein,

dass jemand seine Zeit

ohne ein Lebenszeichen

zu hinterlassen, verbringen will?

 

Was mir dazu

einfällt?

 

Dieses Unbemerktseinwollen

ist irgendwie auffällig.

Josef Butscher

Manchmal bin ich im Zweifel 1. Februar 2017

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meer-am-abend-menorca-1061

Manchmal bin ich im Zweifel.
Unsicherheit schleicht sich ins Gemüt.
Überall Wegrichtungen,
Meinungen, Versprechungen.

Ich sehe, wo eine Wegrichtung beginnt.
Wo wird sie enden?

Ich achte jede Meinung.
Wie bilde ich mir meine eigene?

Ich höre viele Versprechungen.
Welche ist ernst zu nehmen?

Gott, der du immer eindeutig bist
und über allen Zweifel erhaben,
ich möchte
nicht
wie Gras im Winde schwanken,
nicht
ständig durch Umwege Zeit verlieren,
nicht
erst nach Enttäuschung klug werden,
nicht
als Verlierer das Spielfeld des Lebens verlassen.

Gott, solange ich lebe, bin ich Zweifeln ausgesetzt.
Doch ich glaube, dass du mein Zögern
in Entschiedenheit verwandeln wirst.
Darüber besteht kein Zweifel.

Josef Butscher

Zweifelsfall 1. November 2015

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Kirche-Kreta-2014.-5648-Kop

Zweifelsohne
hat der Gläubige
keine Zweifel
zu haben,
weder an Gott
noch an Menschen.
Das steht
zweifelsfrei fest.
Oder
will das jemand bezweifeln?

Zweifellos
hat der Gläubige
alle Zweifel los.
Für den Zweifelsfall aber
hat er seine Zweifel
verschämt
unverschämt
zu verbergen.

Josef Butscher

Immer wieder 2. August 2015

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Haus-Baum.-Menorca-9471

Immer wieder
narren Zweifelwolken deinen Geist –
und du bleibst hinter Gittern.

Immer wieder
wirft Feigheit ihr Fangnetz aus –
und du verhedderst dich
in deiner Mittelmäßigkeit.

Immer wieder
betört dich flackernde Lust –
und du verfehlst das Gebot.

Immer wieder
diese Wiederholungen!
Wann enden sie?

Josef Butscher

Entschnüre meine Seele * 3. November 2013

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Entschnüre meine Seele,

erlöse mich von Angst und Klage

und führ mich aus der dunklen Zweifelshöhle

zum Licht, zum neuen Lebenstage!

Hilf, dass ich endlich wage,

allein auf deine Kraft zu setzen

und nicht dem Machtgedröhn der Götzen

gehorche und dann lasch versage.

 

Du Herrscher aller Welten,

der du die Vollmacht hast zu siegen,

du lässt nur reine Herzen vor dir gelten;

verbrenne das Gestrüpp der Lügen!

Ich will nicht unterliegen!

Beende die Gebundenheiten

und lass mich in die Freiheit schreiten!

Nur du sollst über mich verfügen.

 

Josef Butscher

* Überschrift: Wendung aus Psalm 6,5 nach Martin Buber

Öffne die Augen 28. Juni 2009

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Mohnfeld-96.154

Wenn Zweifel Frost haucht,
mit seinen spitzen Zacken Herz und Seele ritzt,
dann sagt Gott: Tritt vor die Tür deines Hauses
und öffne die Augen!
Ich habe für dich ein schönes Blumenfeld wachsen lassen!

Gottes Blumen sprießen in der Nacht.
Kein Frost kann sie zerstören.
Sie sind mit dem Schutzzaun seiner Liebe umgeben.

Josef Butscher