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Nicht zurück 1. Juni 2017

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Rosen-2017-05.-0546

Geh nicht an den Strand zurück,

alte Spuren zu suchen!

Der Wind der Vergebung

hat den Sand längst wieder glattgestrichen.

 

Geh nicht zurück auf die Wiese,

alte Fährten auszumachen!

Die Sonne der Gnade

hat das Grün längst wieder aufgerichtet.

 

Vergangenes ist gelöscht.

Nun übe die Zukunftsschritte!

Josef Butscher

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Ich schreibe 1. Februar 2017

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Ich schreibe rosaschöne Liebesworte
Ich schreibe liladunkle Kummerworte

Ich schreibe grüngetupfte Hoffnungsworte
Ich schreibe rostbraun scharfe Trennungsworte

Ich schreibe glänzendgoldne Freundschaftsworte
Ich schreibe wahngeschwärzte Gefängnisworte

Ich spielte mit der Schlange
Ich nippte ihr Blut
Karzinom Schuld durchpulst meine Adern

Das Blut schreit zum Himmel

Und siehe
der Wind flockt Schnee auf die Erde

Und ich schreibe
schreibe fortan vom Schnee

Josef Butscher

Manchmal bin ich im Zweifel 1. Februar 2017

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Manchmal bin ich im Zweifel.
Unsicherheit schleicht sich ins Gemüt.
Überall Wegrichtungen,
Meinungen, Versprechungen.

Ich sehe, wo eine Wegrichtung beginnt.
Wo wird sie enden?

Ich achte jede Meinung.
Wie bilde ich mir meine eigene?

Ich höre viele Versprechungen.
Welche ist ernst zu nehmen?

Gott, der du immer eindeutig bist
und über allen Zweifel erhaben,
ich möchte
nicht
wie Gras im Winde schwanken,
nicht
ständig durch Umwege Zeit verlieren,
nicht
erst nach Enttäuschung klug werden,
nicht
als Verlierer das Spielfeld des Lebens verlassen.

Gott, solange ich lebe, bin ich Zweifeln ausgesetzt.
Doch ich glaube, dass du mein Zögern
in Entschiedenheit verwandeln wirst.
Darüber besteht kein Zweifel.

Josef Butscher

Das neue Jahr 1. Januar 2017

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Noch ist das neue Jahr,
dem du dich anvertraust,
der regungslosen Landschaft gleich,
von keinem Sturm zerzaust.

Doch grollt Gewitterfront
– vielleicht, ich weiß es nicht –
und pfeift und zerrt der Wirbelwind
und bläst dir ins Gesicht:

Gedenke, jeder Tag
ist gut und sinnerfüllt,
weil er geheimnisvoll dich formt
zu Gottes Ebenbild.

Du weißt: Die Zeit ist reif.
Vollendung ist zu sehn.
Sag ja zu Gottes Plan! Du weißt:
Die Zeit ist reif – und schön.

Josef Butscher

Alle Tage 1. Januar 2017

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pavillon-menorca-2012-107

Manche Tage werden zum Feuerschweif
und erleuchten den Himmel,
manche zum Gewitter und Erdbeben.
Manche Tage werden zu Wasser
und befeuchten die Felder,
manche erstarren zu Zement.

An manchen Tagen
wirst du um Monate jünger,
an anderen alterst du um Jahre.
An manchen Tagen
springen die Antworten auf wie Knospen,
an anderen bleiben dir schon die Fragen
als Pfeile im Körper stecken.

Ob du ruhst, gehst, fliegst, fällst:
Du bist Würfel und der Gewürfelte,
Arbeit und Schlaf,
Strömung und Ankerplatz,
Wolke und Wind,
Aussaat und Frucht,
Notenschrift und Stimme.
Und das immer zugleich.

Nach satter Vergangenheit
wartet die hungrige Zukunft.
Alle Tage sind unantastbar,
rätselhaft, heilig.

Josef Butscher

Zeitlos 2. Oktober 2016

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vogelhaeuschen-2016-09-975

Zeitlos
säuselt der Wind,
bewegt sich
von Stille zu Stille,
erweckt zum Schweigen,
verheimlicht nichts.

Zeitlos
säuselt der Wind.

Josef Butscher

Sich an Gott anlehnen 2. Oktober 2016

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baum-landschaft-sommer-4

Sich an Gott anlehnen
wie an die gerillte Borke eines Baumes,
markant und doch bequem;
bei ihm Halt suchen,
nichts erzählen, nichts erbitten,
nur schweigend verweilen
und auf den Wind des Geistes hören
wie auf das Flüstern der Blätter,
den Hauch des Geistes einatmen
wie Grünluft,
wissend: ER ist da.

Sich an Gott anlehnen,
Halt suchen
und bei ihm Ruhe finden.

Josef Butscher

Windschrift 1. September 2016

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Windschrift im Sande,

lesbar von den Wachsamen.

Nichts ist von Dauer.

Josef Butscher

Dank an Jesus Christus 1. Juli 2016

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Du bist in meine Armut eingegangen,
hast mich von Herzensgrund erneut,
hast mich mit Allbarmherzigkeit umfangen
und hoch erfreut.

Ich bin nicht mehr der Willkür preisgegeben,
nicht hilflos in den Wind gestellt,
du bleibst, was auch geschehen mag im Leben,
mir zugesellt.

Und mögen Hügel wanken, Berge weichen:
Dein Friedensbund weicht nicht von mir.
Du gnadenreicher Heiland ohnegleichen,
ich danke dir.

Josef Butscher

(Komponiert von Wolfgang Grau, veröffentlicht in „Singt unserm Gott“, Nr. 356)

Beschleunige den Schritt! 1. März 2016

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Beschleunige den Schritt!
Der Boden ist hart.
Wind zurrt und rüttelt
in den Baumkronen.
Mag sein,
dass Schneesturm aufkommt.

Beschleunige den Schritt!
Wenn die Nacht beginnt,
musst du zu Hause sein.

Josef Butscher