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Zeitlos 2. Oktober 2016

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vogelhaeuschen-2016-09-975

Zeitlos
säuselt der Wind,
bewegt sich
von Stille zu Stille,
erweckt zum Schweigen,
verheimlicht nichts.

Zeitlos
säuselt der Wind.

Josef Butscher

Der Sommer verlässt seinen Garten 2. Oktober 2016

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rosa-blueten-2016-09-9779

Der Sommer verlässt seinen Garten
und zieht sich bescheiden zurück,
er übt sich im Neues erwarten
und träumt vom vergangenen Glück.

Das sei uns als Gleichnis gegeben:
Was wächst, soll in Fülle gedeihn.
Wir könnten zwar weltoffen leben,
doch schließen uns freiwillig ein.

Wir sollten die Stille erkennen,
doch gehen zu hastig, zu weit.
Durch ständiges Jagen und Rennen,
genießen wir nicht mehr die Zeit.

Doch schnell wie ein Sommer sich wendet
zur Zukunft mit prüfendem Sinn,
so bald ist das Leben beendet,
das fragt, was ich war, was ich bin.

Wir Menschen sind hier wie ein Garten,
stets Ansicht und Abschied im Blick,
gepflanzt, um zu sein – und zu warten
aufs bleibende, ewige Glück.

Josef Butscher

Betrüge dich nicht 1. August 2016

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Pool.-Kreta-2010.1929

Betrüge dich nicht:

Auch laulose Gedanken

können Lärm machen.

Josef Butscher

Die Stille 2. März 2014

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Roem.-Ruinen-Kreta-1045

Erst lässt sie dich fallen,

dann fängt sie dich auf.

Erst dringt sie in dich ein,

dann tritt sie nach außen,

wird sichtbar und hörbar.

 

Josef Butscher

Er kommt 1. August 2013

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Wasser-Gran-C-6509

Er kommt, ich höre seine Schritte,

raunt mir sein sanftes Wort ins Ohr,

und lockt mit seinen Sonnenstrahlen

das schöne Hoffnungsgrün hervor.

 

Ich liebe die Stille, das freundliche Licht,

weil daraus die Stimme der Gnade spricht.

 

Die Ströme seiner Regenschauer

erzeugen frische Wachstumskraft,

und durch das Wehen seines Geistes

entsteht die Tat, die Segen schafft.

 

Ich liebe das Plätschern des Regens, den Wind,

weil sie Gottes Zeichen des Lebens sind.

Josef Butscher

Still 4. November 2012

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Sturmwind rüttelte.

Regen peitschte übers Land.

Doch in mir blieb’s still.

Josef Butscher

Signale 1. September 2012

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Dort, wo das Schweigen summt,
dort in der Wüste
wortlos zu bleiben,
ist nicht schwer.

Aber reglos,
echolos verharren?
Unmöglich!

Die Signale der Seele,
erweckt in heiliger Stille,
werden nie verstummen.

Josef Butscher

Versenke dich 1. Juni 2012

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Versenke dich, aber komm wieder hoch!

Josef Butscher

Vielleicht 4. April 2012

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Vielleicht gibt es –
mehr als wir ahnen –
in tatenloser Zeit zu tun.

Stille werden.
Zur Besinnung kommen.
Seinen Standort überprüfen.
Kräfte sammeln.

Fragen und Forschen.
Pläne legen.
Sich nicht irritieren lasen.
Den Verlockungen widerstehen.

Vertrauen üben.
Warten. Beten.
Bereit sein.

Vielleicht ist –
mehr als wir ahnen –
tatenlose Zeit verordnete Zeit.

Josef Butscher

Damit ich wieder hoffen kann 1. November 2011

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Abseits von den Straßen des Lärms,
fern von der Dürftigkeit des Stolzes,
in der Stille
will ich dich suchen.

Mein Los – seit je –
ist nahe dem Schatten.

Strahle, barmherzige Sonne,
Gott, erhelle meinen Weg,
damit ich wieder hoffen kann.

Josef Butscher