jump to navigation

Wunschzettel 1. Januar 2019

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , , , , , , , , , ,
add a comment

Wenn ich uns etwas wünschen dürfte,

dann dies:

Fliederduft des Frühlings in Haar und Gemüt,

Lerchengesang des Sommers in Auge und Herz,

Seelenfrucht des Herbstes für Nahrung und Aussaat

und im Winter Schnee, der das Versäumte zudeckt.

 

Wenn ich uns etwas wünschen dürfte,

dann dies:

Beflügelte Füße am Morgen,

heilende Hände für den Tag,

besonnte Felder am Abend

und eine Decke zur Nacht, die das Misslungene einrollt.

 

Das wünschte ich uns

für jedes vergangene und kommende Jahr,

für jeden gewesenen und noch zu erwartenden Tag.

Josef Butscher

(Aus: Josef Butscher, Wachsen in der Liebe, Seite 269)

Werbeanzeigen

Jahreszeit – Lebenszeit 1. August 2018

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , , , ,
add a comment

Felder.Strohballen.-DSC_237

Der Frühling

durchpflügt die Felder.

Der Sommer

lässt das Saatgut wachsen.

Der Herbst

bringt die Ernte ein.

Der Winter

lädt ein zur Ruhe.

 

So sei auch du:

Pflüge, wachse, ernte, ruhe!

Josef Butscher

 

 

 

Sommer 1. Juli 2017

Posted by josefbutscher in Aphorismus mit Foto.
Tags: , ,
add a comment

Sonnenblume.-1343

Ein heiterer Sommer wiegt drei harte Winter auf.

Josef Butscher

Sommerhimmel 1. Juni 2017

Posted by josefbutscher in Haiku.
Tags: , , ,
add a comment

Industriegeb-2017-05.-0597

Dem Sommerhimmel

gleich sei deine Lebensart:

Erfrischend heiter.

Josef Butscher

Der Sommer verlässt seinen Garten 2. Oktober 2016

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , , , , ,
add a comment

rosa-blueten-2016-09-9779

Der Sommer verlässt seinen Garten
und zieht sich bescheiden zurück,
er übt sich im Neues erwarten
und träumt vom vergangenen Glück.

Das sei uns als Gleichnis gegeben:
Was wächst, soll in Fülle gedeihn.
Wir könnten zwar weltoffen leben,
doch schließen uns freiwillig ein.

Wir sollten die Stille erkennen,
doch gehen zu hastig, zu weit.
Durch ständiges Jagen und Rennen,
genießen wir nicht mehr die Zeit.

Doch schnell wie ein Sommer sich wendet
zur Zukunft mit prüfendem Sinn,
so bald ist das Leben beendet,
das fragt, was ich war, was ich bin.

Wir Menschen sind hier wie ein Garten,
stets Ansicht und Abschied im Blick,
gepflanzt, um zu sein – und zu warten
aufs bleibende, ewige Glück.

Josef Butscher

Schmücke dich 1. Juli 2015

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , , , , , ,
add a comment

Blumenfrauen.-2015-05.-8672

Schmücke dich, mach dich bereit
für die kühnsten Blütenträume!
Öffne deine Herzensräume,
jetzt ist Überraschungszeit!

Überall lockt Farbenspiel,
Duft umgibt dich, helles Singen.
Sommersonne schenkt Gelingen,
säumt die Wege bis zum Ziel.

Nun kann Wachstum gut gedeihn.
Nutz’ die Zeit zu Dank und Flehen!
Allen, die im Glauben säen,
wird die Ernte reichlich sein.

Josef Butscher

Wenn Mensch den Menschen liebt 1. September 2014

Posted by josefbutscher in Meditation mit Foto.
Tags: , , , , ,
add a comment

Mann-u.-Maedchen.-Kreta-201

Wenn Mensch den Menschen liebt,

feuchtet Labsal das Frühlingsland,

gedeiht die Sommersaat Gnade,

reift die Herbstfrucht Zuversicht,

glitzert der Winterschnee Vergebung.

 

Wenn Mensch den Menschen liebt,

ertönt der Lockruf Segen.

Josef Butscher

Ins Wort gefallen 1. September 2013

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , , , ,
add a comment

Halbinsel-Gramvousa1871-Kop

Bei dem schönen

Trauminselspätsommermitternachtsliebesgefühl

war ihm einer ins Wort gefallen

Jetzt muss das Gefühl

die Liebe

dort auf der Insel

mitten in der Nacht

noch dazu im Traum

aber zum Glück im Sommer

wieder zusammensuchen

 

Hoffentlich

ist es dafür nicht zu spät

Josef Butscher

Das Maß der Zeit 1. Juli 2013

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , , ,
add a comment

Mühle-Fuertav.-3821

Die Wolken ziehen
schneller als sonst vorüber.
Die Sonne duckt sich ins Gras.
Die Kirschen
schmecken nicht so süß wie letztes Jahr.

Sommer.
Doch das Maß der Zeit wird kürzer.

Schüchtern
meldet sich die Stimme Verlässlichkeit.

Josef Butscher

 

Das Jahr 30. April 2012

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
Tags: , , ,
add a comment

Wer den Frühling nicht genießt,
weil er die Sommerhitze scheut;
wer sich im Sommer nicht wohlfühlt,
weil ihn die Herbststürme ängstigen;
wer den Herbst nicht auskostet,
weil er die Winterkälte fürchtet;
wer sich im Winter nicht freut,
weil er keinen neuen Frühling erwartet;
der hat aus einem Lebensjahr
ein totes Jahr gemacht.

 Josef Butscher