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Möge dein leben gesegnet sein 1. Januar 2018

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Möge dein Leben gesegnet sein!

Dein Aufstehen und Planen,

dein Essen und Trinken,

dein Beten und Singen,

dein Arbeiten und Innehalten,

dein Reden und Schweigen,

dein Weinen und Lachen,

dein Klagen und Danken,

dein Nehmen und Teilen,

dein Suchen und Finden,

dein Tragen und Vergeben,

dein Vergessen und Erinnern.

 

Möge dein Leben gesegnet sein

im Heute und Morgen

und zuletzt

im Sattwerden der Betrachtung Gottes!

Josef Butscher

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Alles hat seine Zeit 1. November 2016

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kloster-maulbronn-2016-09

Alles hat seine Zeit: Die hilfreiche Tat, das treffende Wort, das Nichtstun, die Anmut des Schweigens.

Josef Butscher

Deine Nähe ist meine Heilung 1. August 2016

Posted by josefbutscher in Meditation mit Foto.
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Statist.-Kreta-2010.1606

Herr, ich sehe Menschen,
die immer vornehm und korrekt auftreten
und deshalb so unnahbar sind;

die immer vorgeben, den Durchblick zu besitzen
und mich deshalb nicht wahrnehmen;

die immer alles im Griff haben
und deshalb auch mich vereinnahmen wollen;

die immer so schrecklich ernst sind,
dass sie lächerlich wirken;

die immer eine fromme Erklärung kennen,
dass es einem die Sprache verschlägt;

die immer mit Aktivitäten protzen,
um ihre Unruhe zu verbergen;

die immer ein „alle Tage Sonnenschein“ propagieren,
um mich damit abzukanzeln;

die immer Schweigen für Gold halten,
in Wirklichkeit aber schwerfällig und feige sind. –

Etwas davon befindet sich in jedem Menschen.
Auch in mir.
Ich möchte dem nicht ausweichen.
Darum mache ich mich auf,
auf den Weg zu dir.

Deine Nähe ist meine Heilung.
Sie macht mir nicht Angst, sondern beflügelt mich.
Sie engt mich nicht ein, sondern schafft weiten Raum:
Spielraum. Lebensraum.

Herr, ich sehe Menschen, die du verändern kannst.

Josef Butscher

Und kennst du das Land noch nicht 1. April 2016

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Oase.-Fuerteventura.-3765

Und kennst du das Land noch nicht,
die Stelle heiligen Bodens,
da man die Schuhe auszieht,
weil der Himmel die Erde berührt,
da man vernimmt die Stimme, die ewig-eine,
wie Frühlingsgesang und Donnergebärde,
da man dem gleißenden Lichte verfällt
und dasteht erschrocken vorm Wunder,
verharrend in Ehrfurcht und Ahnung …

Und kennst du das Land noch nicht,
die Stelle heiligen Bodens,
bedenke es gut:
Nicht sucht der Mensch die Stunde des Gottes.
Wem Erwählung geschieht,
weiß nichts von Begehren.
Kraft der Geduld reift im Verzicht,
und Begnadung zur Stimme
entsteht in Kammern des Schweigens.

Und kennst du das Land noch nicht,
die Stelle heiligen Bodens,
bedenke es gut:
Dich selber musst du lassen,
um dich ganz zu verlassen auf Gott.

Josef Butscher

Alles ist Dein 1. April 2016

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Hauseck.-Menorca-9551

Alles ist Dein.
Unser ist Schweigen,
Warten und Bitten.

Doch wer schweigt,
wird gesegnet zum Hören.
Und wer wartet,
wird geheiligt in Geduld.
Und wer bittet,
wird gewürdigt
mit dir zu sitzen
in dem Festsaal der Freude.

Alles ist Dein.

Josef Butscher

Leise sein 1. September 2014

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Tonkrug.Blumen.-Kreta-2012.

Leise sein. Schweigen.

Zu Schatten Abstand halten.

Hellwach aufhorchen.

Josef Butscher

So viel wird geredet 1. Juli 2013

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Meeresbrausen-Fuertev.-3790

So viel wird geredet,

so viel wird beklagt,

verhandelt, beschlossen,

und wieder vertagt.

Kaum einer, der schweigen

und hinhören will;

die Mühle des Lebens

steht deshalb nicht still.

Das Wasser der Worte

bleibt ständig in Fluss.

Die Droge des Lebens

heißt Redegenuss.

 

Das Wort ist verdorben,

verdreht und entleert,

zerpflückt und zerrissen,

mit Zwietracht beschwert.

Kaum einer, der schweigen

und hinhören will;

die Mühle des Lebens

steht deshalb nicht still.

Das Wasser der Worte

bleibt ständig in Fluss.

Die Droge des Lebens

heißt Redegenuss.

 

Als Jesus hier lebte,

bewies er der Welt,

zu schweigen, zu reden,

wie Gott es gefällt.

Kam Botschaft vom Himmel,

ergriff er das Wort.

Und was er uns sagte,

schwemmt keiner mehr fort.

Als Jesus hier lebte,

da horchte man auf,

da flossen die Worte

des Lebens bergauf.

 

Josef Butscher

 

Verloschen der Tag 1. Oktober 2012

Posted by josefbutscher in Haiku.
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Verloschen der Tag.

Nun senkt sich tiefes Schweigen

in mein Herzensland.

Josef Butscher

Signale 1. September 2012

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Dort, wo das Schweigen summt,
dort in der Wüste
wortlos zu bleiben,
ist nicht schwer.

Aber reglos,
echolos verharren?
Unmöglich!

Die Signale der Seele,
erweckt in heiliger Stille,
werden nie verstummen.

Josef Butscher

Friede 1. November 2011

Posted by josefbutscher in Meditation mit Foto.
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Friede
durchdringt die Zeit der Liebenden.
Alles Trennende ist überbrückt.
Die Bedürfnisse,
gestützt von den Pfeilern des Vertrauens,
haben den Widerstreit beendet.
Erwarten und Schenken fließen zusammen.
Das Alltägliche ist täglich neu
Anlass zur Überraschung.
Die Prägung der Seele gelangt zur Reife,
und die Schwingung der Sprache mündet
in die Freundlichkeit des Schweigens.

Josef Butscher