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Glück 29. August 2020

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Ziegen-Kreta-2014.5925

Auch ein kleines Glück kann große Sprünge machen.

Josef Butscher

Augenblick 1. Mai 2020

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Haeuserfront-Menorca.9830

Nur der Augenblick,

der dich innerlich berührt,

vollendet dein Glück.

Josef Butscher

Was bleibt 1. April 2020

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Rosaviol.-Bluete-2011-07.76

Wenn auch nicht jeder Tag eine Zeit des Glücks ist, kann unser Leben dennoch Ausdruck der Freude sein. Das Glück vergeht, die Freude in Gott bleibt.

Josef Butscher

Bitte 1. Februar 2020

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Schwaene.-2015-03.8242

Bitte, Gott, verleihe

den Ahnungslosen Ahnung,

den Bedeutungslosen Bedeutung,

den Charakterlosen Charakter,

den Duftlosen Duft,

den Ehrlosen Ehre,

den Fassungslosen Fassung.

 

Bitte, Gott, schenke

den Glücklosen Glück,

den Humorlosen Humor,

den Ideenlosen Ideen,

den Kraftlosen Kraft,

den Lieblosen Liebe,

den Makellosen Makel.

 

Bitte, Gott, gib

den Namenlosen Namen,

den Obdachlosen Obdach,

den Phantasielosen Phantasie,

den Ratlosen Rat,

den Sprachlosen Sprache,

den Temperamentlosen Temperament.

 

Bitte, Gott, sei

den Uferlosen Ufer,

den Vaterlosen Vater

den Wertlosen Wert,

den Ziellosen Ziel.

 

Und hilf, Gott, bitte allen,

die mit ihrem lädierten Alphabet

am Ende sind,

dass sie wieder von vorne anfangen!

Josef Butscher

Sperr dich nicht ein 1. April 2019

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Weinberg-Pavillon-2019-03.3

Sperr dich nicht ein in deine Zelle,

tritt nicht beständig auf der Stelle,

lass den Ballast der Furcht zurück!

Nur in der Sicht nach vorne liegt das Glück.

 

Zwar kannst du nicht im Voraus sehen,

ob Düfte oder Stürme wehen,

doch wer sich kummervoll versteckt,

der hat noch nie ein neues Land entdeckt.

 

Sieh jedem Tag mit Mut entgegen,

denn die bequem die Sorgen pflegen,

verschlafen ihre Frühlingszeit.

Flick‘ länger nicht dein altes Winterkleid!

 

Warum gelähmt aufs Dunkle stieren?

Wer nichts mehr wagt, kann nur verlieren.

Doch wer schon heute Zukunft denkt,

wird von dem Leben überreich beschenkt.

Josef Butscher

Menschenzeit 1. Januar 2019

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Weinberg-im-Herbst.-2018-11

Ach, wie kurz blüht Menschenzeit,

prall gefüllt mit Frust und Fragen!

Dennoch: Jeder ist bereit,

mehr zu kämpfen als zu klagen.

 

Tief verborgen wächst ein Mut,

unverwandt nach vorn zu blicken.

Jeder sagt sich: Es wird gut,

meine Wegfahrt wird wohl glücken.

 

Dass du siegst, ist gottgewollt.

Er hat’s dir ins Herz gespeichert.

Er will, dass des Glaubens Gold

sichtbar deinen Tag bereichert.

 

Schlucht und Enge weiten sich

und du kannst ins Lichte schreiten.

Kraft und Tröstung werden dich

bis zum jüngsten Tag begleiten.

Josef Butscher

Einmal 1. Juni 2018

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Gekennz.-Baum-2010-11.4346

Einmal wird die Linie gezogen,

wenn der schöne Singvogel sein Nest aufsucht,

wenn der Nebelstreif im Meer versinkt,

wenn das Licht hinter den Hügeln verlöscht,

wenn die Stimme vor der Haustüre verhallt.

 

Einmal wird die Linie, der Schlussstrich, gezogen.

 

Einmal ist Höchstzeit.

 

Aber – zum Glück – weißt du nicht wann.

Josef Butscher

Widerschein 1. Januar 2018

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Das alte Jahr klingt aus,

ein neues wird nun eingeläutet.

Wir gehen vor die Tür hinaus

und warten, dass uns einer deutet,

was wir verschwommen, fern im Dunst,

mit unsren Sinnen wahrzunehmen meinen.

 

Doch niemand gibt Bescheid.

Wir leben nur in Augenblicken,

dem Widerschein von Glück und Leid.

Soll unsre Zukunft dennoch glücken.

dann bleibt uns nur, gelassen sein

und dem Vertrauen einen Vorschuss geben.

Josef Butscher

Bild und Gleichnis 31. März 2017

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CSC_0332

Jeder Abend ist ein Abschied,

jeder Morgen ein neuer Empfang.

Jeder Abend ist ein Schweigen,

jeder Morgen ein neuer Gesang.

 

So wechseln die Tage, die Zeiten,

die Armut, das schäumende Glück,

und lassen uns älter und reifer

auf fliehenden Wolken zurück.

 

Beladen mit rastlosem Warten

sind Abend und Morgen ein Bild,

ein Gleichnis der Zukunft verpflichtet,

bis sich unsre Sehnsucht erfüllt.

 

Bis im Paradies der Liebe

jeder betet beim großen Empfang,

bis die Zeiten ohne Abschied

ständig münden in Jubelgesang.

 

Josef Butscher

Der Sommer verlässt seinen Garten 2. Oktober 2016

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Der Sommer verlässt seinen Garten
und zieht sich bescheiden zurück,
er übt sich im Neues erwarten
und träumt vom vergangenen Glück.

Das sei uns als Gleichnis gegeben:
Was wächst, soll in Fülle gedeihn.
Wir könnten zwar weltoffen leben,
doch schließen uns freiwillig ein.

Wir sollten die Stille erkennen,
doch gehen zu hastig, zu weit.
Durch ständiges Jagen und Rennen,
genießen wir nicht mehr die Zeit.

Doch schnell wie ein Sommer sich wendet
zur Zukunft mit prüfendem Sinn,
so bald ist das Leben beendet,
das fragt, was ich war, was ich bin.

Wir Menschen sind hier wie ein Garten,
stets Ansicht und Abschied im Blick,
gepflanzt, um zu sein – und zu warten
aufs bleibende, ewige Glück.

Josef Butscher