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Es bleibt nur eins 1. November 2018

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Wir möchten träumen, schweben

in der Versunkenheit,

und sollten längst erstreben

den Weg der Festigkeit.

 

Wir möchten ziellos schweifen,

da uns kein Maß bemisst,

und sollten längst begreifen,

was uns geboten ist.

 

Wir möchten lustvoll leben,

von keiner Last beengt,

doch sollten längst uns geben

in das, was Gott uns schenkt.

 

Ist ja ein Selbstbelügen

das leere Wunschgebild.

Es bleibt nur eins: Sich fügen

und tun, was ewig gilt.

Josef Butscher

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Kunst-Gedicht 1. März 2017

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Kunst ist:

seine Sinne gebrauchen.

 

Die Ohren spitzen,

aber manchmal den Schwerhörigen spielen.

 

Sein Riechorgan einsetzen,

aber nicht überall reinschnüffeln.

 

Für die Geschmacksnerven danken,

aber nicht alles runterschlucken.

 

Die Welt mit offenen Augen betrachten,

aber nicht alles sehen müssen.

 

Sich an die Dinge herantasten,

aber nicht alles begreifen wollen.

 

Kunst ist:

seine Sinne gebrauchen.

 

Ist doch keine Kunst?

Zugegeben:

Bei Sinnen bleiben ist gar nicht so einfach

in der Kunst.

 

Josef Butscher