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Entschnüre meine Seele 1. März 2018

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Entschnüre meine Seele,

erlöse mich von Angst und Klage

und führ mich aus der dunklen Zweifelshöhle

zum Licht, zum neuen Lebenstage!

Hilf, dass ich endlich wage,

allein auf deine Kraft zu setzen

und nicht dem Machtgedröhn der Götzen

gehorche und dann lasch versage.

 

Du Herrscher aller Welten,

der du die Vollmacht hast zu siegen,

du lässt nur reine Herzen vor dir gelten;

verbrenne das Gestrüpp der Lügen!

Ich will nicht unterliegen!

Beende die Gebundenheiten

und lass mich in die Freiheit schreiten!

Nur du sollst über mich verfügen.

Josef Butscher

(Aus: Zur Hoffnung befreit, Seite 20)

 

 

 

 

 

 

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Sicher 1. März 2016

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Das umzingelte Leben
fürchtet sich nicht.
Waffenklirrendes Drohen
verhallt wirkungslos.
Angstgeschwader
stürzen vom Himmel und zerschellen.
Die Festung hält.
Auf ihrem Wall jubelt
die Lerche ihr Lob.
Aus den Mauerritzen
lugt lächelndes Grün.
Und durch die Blätter der Linde
flattert Morgengesang.

Das umzingelte Leben
fürchtet sich nicht
mit Gott an der Seite.

Josef Butscher

Fett angesetzt 3. November 2013

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Seine Betroffenheit

hat Fett angesetzt.

So schnell kommt da

nichts mehr

durch sein feistes Fell.

 

Keine Angst:

Ich werde seinetwegen

nicht

das zehnte Gebot übertreten.

 

Mir liegt nicht daran,

die Gattung der

anthropologischen

Dickhäuter zu vermehren.

 

Josef Butscher

Klosterzelle Vergangenheit 2. März 2012

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Weit entfernt
von den Dörfern und Städten,
geschützt
hinter dem Mauerwerk deines Herzens,
regt sich plötzlich Geschäftigkeit.

„Ich habe keine Zeit“, sagst du.
„Ich habe zu tun. Ich muss
die Knitterfalten
meiner Schmerzbriefe glatt bügeln.“

Bald liegen sie vor dir.
Nach Datum sortiert,
ordentlich gefaltet und aufgestapelt.
Saubere Arbeit,
harte Arbeit – 
die du genießt,
die dich erschöpft.

Wollust Schmerz bringt keine Heilung.
Lösche die Tinte auf den Papieren!
Tritt heraus
aus deiner Klosterzelle Vergangenheit!

 Josef Butscher