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In den Verliesen der Zeit 1. September 2019

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Stelen.Gnadernth.-2.1410

In den Verliesen der Zeit

kann man von Freiheit zwar singen,

doch wer die Freiheit nicht kennt,

erntet nur Frust und Misslingen.

 

Alle sind wir Stück um Stück

in die Verstrickung geraten,

möchten, dass keiner uns misst

an unsern Worten und Taten,

richten uns gern nach dem Trend

und dem Verhalten der Massen:

Gut ist, was allen gefällt,

Spaß haben, nur nichts verpassen.

 

In den Verliesen der Zeit

kann man von Freiheit zwar singen,

doch wer die Freiheit nicht kennt,

erntet nur Frust und Misslingen.

 

Wir sind gebunden und blind,

halten uns selbst für die Größten,

suchen uns eigene Herrn,

aber missachten den höchsten,

geben gern andern die Schuld,

um unser Tun zu begründen,

werden – verantwortungsscheu –

Meister im Ausreden finden.

 

Allen Verliesen der Zeit

fehlen die offenen Türen.

Christus allein hat die Macht,

uns in die Freiheit zu führen.

Josef Butscher

(Vertont von Wolfgang Grau in Gott, gib uns Achtsamkeit, Nr.4)

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Schmücke dich 1. September 2019

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Blume-0333

Schmücke dich, mach dich bereit

für die kühnsten Blütenträume!

Öffne deine Herzensräume,

jetzt ist Überraschungszeit!

 

Überall lockt Farbenspiel,

Duft umgibt dich, helles Singen.

Sommersonne schenkt Gelingen,

säumt die Wege bis zum Ziel.

 

Nun kann Wachstum gut gedeih ‘n.

Nutz’ die Zeit zu Dank und Flehen!

Allen, die im Glauben säen,

wird die Ernte reichlich sein.

 Josef Butscher

(Vertont von Gisela Kibele in Gott, gib uns Achtsamkeit, Nr. 48)

Die Zeit 1. September 2019

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Sonnenuhr-2019-08.4392

Die Zeit stockt nicht.

Du kannst nicht mit alter Währung bezahlen.

Der vertrocknete Busch braucht heute Wasser,

um morgen Grün hervorzubringen.

 

Kein ständig pendelnder Arbeits-Schaukelstuhl!

Keine Hängepartie

zwischen Enthusiasmus und Lethargie!

Hände ohne Schraubstock und Tastendruck,

Augen ohne Maßband und Flimmerglück.

 

Die Augen schließen,

um einzusehen,

die Hände in den Schoß legen,

um zu begreifen.

 

Zeit braucht Fastenzeit,

Leben braucht Lebenszeit.

 

Dem streunenden Herzen

einen Parkplatz suchen.

Josef Butscher

Eingeladen 1. September 2019

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Sonnenuntergang-1

Herr, du hast mich eingeladen.

Ich komme zu dir

so wie ich bin und vor dir lebe,

bereit, stille zu sein.

 

Bitte, lösche das Flackern der Reklamesprüche

aus meinen Augen,

damit ich dich erkennen kann.

 

Ziehe den Nachhall des Lärms

aus meinen Ohren,

damit ich dich hören kann.

 

Vertreibe die Gespenster des Gezappels

aus meinem Herzen,

damit dein guter Geist mich verändern kann.

 

Beseitige den derben Geschmack der Bitterkeit

aus meinem Munde,

damit ich dich schmecken kann.

 

Streife die lähmende Besorgnis

aus meinen Gebeinen,

damit ich unverkrampft vor dir knien kann.

 

Bitte, segne mich!

Josef Butscher

Erfahrung 1. August 2019

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Japangarten-St.Biet0650

Im stehen gebliebenen Sessellift

die Windstille ertragen

ist angenehmer als vom Sturm

durchgerüttelt zu werden.

 

Wenn’s dich vor Unruhe juckt:

Übe dich in Geduld!

Das hat schon manchem geholfen,

erwachsen zu werden.

Josef Butscher

Sinn und Ziel 1. August 2019

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Kloster-Herrenalb-2017-06.1

Die Versuchung suchen

und Gott negieren,

ist Hybris.

 

Ohne die Realität Gottes

ist alles Denken absurd.

Ohne die Gnade Gottes

ist alles Handeln gnadenlos.

 

Keiner lebt unschuldig in der Welt.

Alle sind verstrickt ins gefällige Versagen

und die streunende Nachlässigkeit.

 

Sinn und Ziel

ist nur mit Gott zu finden.

 

Darum: Tritt ein

in den Kreis der vollendeten Versöhnung!

Josef Butscher

Ich ziehe mich zurück 1. August 2019

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Düne.-Gran-C.-2011.-6795

Ich ziehe mich zurück

ins Wüstenland

 

Allein sein

 

Nicht mehr sehen

die 0rganisatoren Planungsbüro

Nicht mehr hören

die Motoren Produktivität

Nicht mehr riechen

das Schmieröl Betriebsamkeit

 

Ich ziehe mich zurück

ins Wüstenland

 

Adresse unbekannt

Josef Butscher

Entscheidung 1. August 2019

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Angler-Gran-C.7283

Schlag ein!

Es lohnt sich, Neuland zu entdecken.

 

Geh los!

Nur wer aufbricht,

erfährt, wie ihn Kraft beschenkt.

Nur wer ans Ziel will,

erlebt, wie ihn Überraschungen begleiten.

 

Sag Ja!

Erteile nie dem Zufall das Wort!

Josef Butscher

Heim-Spiel 1. Juli 2019

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Tor-2019-06.4166.jpg

Heut bleib ich in den Puschen stecken

und gehe nicht mehr raus!

Vermutlich droht an allen Ecken

Gefahr dort außer Haus.

 

Ich schließ die Türen, schließ die Fenster,

ess’ meine Nudelsupp’.

Doch bleiben dann die Schreckgespenster

bei sich in ihrem Club?

 

In meiner Zeitung, der von gestern,

stand Grässliches darin,

von Krieg, Gewalt und Gotteslästern.

Gut, dass ich friedlich bin!

 

Was las ich noch in meiner Zeitung

in großen Lettern rot?

Ein Unfall an der Oberleitung

und der Monteur war tot.

 

Und hier, man denkt doch so was nimmer:

Ein Gärtner, gut beschürzt,

der ist mit Kirschen und Gewimmer

vom eignen Baum gestürzt.

 

Das konnte mir ja nicht passieren

in meinem Heimspielglück. –

O Graus, die Angst will mich traktieren!

Fall ich vom Teppichstück?

Josef Butscher

Nicht vor deiner Tür 1. Juli 2019

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Felsgestein-Gran-Canaria-57.jpg

Das Wasser sprudelt nicht

vor deiner Tür.

Das Korn wächst nicht

vor deinem Haus.

 

Musst du auch steinige Wege gehen,

die Dürre der Wüste bestehen, –

dies ist zugesagt:

Wer bis zu ihm, dem Einen,

gekommen ist,

den wird nie mehr hungern

und nie wieder dürsten.

 

Alle Quellen des Lebens

entspringen in ihm.

Josef Butscher