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Der Sommer verlässt seinen Garten 2. Oktober 2016

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Der Sommer verlässt seinen Garten
und zieht sich bescheiden zurück,
er übt sich im Neues erwarten
und träumt vom vergangenen Glück.

Das sei uns als Gleichnis gegeben:
Was wächst, soll in Fülle gedeihn.
Wir könnten zwar weltoffen leben,
doch schließen uns freiwillig ein.

Wir sollten die Stille erkennen,
doch gehen zu hastig, zu weit.
Durch ständiges Jagen und Rennen,
genießen wir nicht mehr die Zeit.

Doch schnell wie ein Sommer sich wendet
zur Zukunft mit prüfendem Sinn,
so bald ist das Leben beendet,
das fragt, was ich war, was ich bin.

Wir Menschen sind hier wie ein Garten,
stets Ansicht und Abschied im Blick,
gepflanzt, um zu sein – und zu warten
aufs bleibende, ewige Glück.

Josef Butscher

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