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Interview 1. Juli 2013

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Frau-Fuertev.-3553

Wer

wären Sie gerne?

Ein Mensch wie ich,

dann lohnt es sich.

 

Wie

wären Sie gerne?

Klug und schön,

das lässt sich sehn.

 

Was

wären Sie gerne?

Reich.

Am besten gleich.

 

Josef Butscher

Gedanken 1. Juli 2013

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Verf.-Haus-Fuertev.3819

Fürchte dich nicht vor den in dir schwirrenden Gedanken. Die meisten sind Eintagsfliegen.

Josef Butscher

Zeichen 1. Juli 2013

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Meer-Fuertev.3310

Widerstandsfähige Gewitter färben den Horizont.

Regengeprassel.

Die Tage versickern.

Keine Fluchtburg in Sicht.

 

Rebellen des Feuers zischeln im Luftraum.

Siedeglut.

Die Stunden wälzen sich im Sand.

Wehrloses Fleisch verbrennt im Salzdunst.

 

Rabenviolette Ungeheuer kreischen.

Nachtspektakel.

Wenn die Ernte nicht mehr reift,

pflügen die Sterne vergeblich die Furchen.

 

Die Minuten liegen im Leichentuch.

 

 Josef Butscher

Die Augen schließen 1. Juli 2013

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Fenster-Fuertev.-3793

Die Augen schließen.

Spiegelbilder erfinden.

So sehen lernen.

Josef Butscher

So viel wird geredet 1. Juli 2013

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Meeresbrausen-Fuertev.-3790

So viel wird geredet,

so viel wird beklagt,

verhandelt, beschlossen,

und wieder vertagt.

Kaum einer, der schweigen

und hinhören will;

die Mühle des Lebens

steht deshalb nicht still.

Das Wasser der Worte

bleibt ständig in Fluss.

Die Droge des Lebens

heißt Redegenuss.

 

Das Wort ist verdorben,

verdreht und entleert,

zerpflückt und zerrissen,

mit Zwietracht beschwert.

Kaum einer, der schweigen

und hinhören will;

die Mühle des Lebens

steht deshalb nicht still.

Das Wasser der Worte

bleibt ständig in Fluss.

Die Droge des Lebens

heißt Redegenuss.

 

Als Jesus hier lebte,

bewies er der Welt,

zu schweigen, zu reden,

wie Gott es gefällt.

Kam Botschaft vom Himmel,

ergriff er das Wort.

Und was er uns sagte,

schwemmt keiner mehr fort.

Als Jesus hier lebte,

da horchte man auf,

da flossen die Worte

des Lebens bergauf.

 

Josef Butscher

 

Das Maß der Zeit 1. Juli 2013

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Mühle-Fuertav.-3821

Die Wolken ziehen
schneller als sonst vorüber.
Die Sonne duckt sich ins Gras.
Die Kirschen
schmecken nicht so süß wie letztes Jahr.

Sommer.
Doch das Maß der Zeit wird kürzer.

Schüchtern
meldet sich die Stimme Verlässlichkeit.

Josef Butscher

 

Das Jetzt verlassen 1. Juli 2013

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Reisegepäck-Fuertev-3597

Das Jetzt verlassen

und mit Zukunft im Rücken

furchtlos vorwärts gehn.

Josef Butscher