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Seltsam 2. Januar 2011

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Manchmal tröpfeln die Tage,
manchmal stürzen sie dahin wie reißende Flut.
Doch alle versickern, denn
die Zeitzisterne ist rissig.
Ständig die Angst
vor den sieben mageren Jahren,
der Windstille,
der versengenden Glut,
den Dürregestalten.
Haltlos greifst du zu.
Es gibt keine Pfähle in der Luft,
keine Brücken, keine Stufen.
Die Luft atmet ein und aus.
Am Ende nur noch aus.
Seltsam sind die Brunnen der Tiefe,
die Wasser aus der Höhe.
Und du, Tropfen und Flut,
bist es auch.

Josef Butscher

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Kommentare»

1. Bärbel Maiberger - 7. Januar 2011

Lieber Josef,

treffend gewählte,überzeugende Metaphern mit Tiefgang!


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