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Im Nebeldunst der Zeit 11. Januar 2009

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Im Nebeldunst der Zeit

Wenn sich im Nebeldunst der Zeit
Vergangenes verliert,
die fernen Orte
nicht erkennbar sind,
und an dem Weinstock
nur noch Blattwerk hängt,
dann übe dich
in der Tugend des Schweigens.

Sei still und warte.

Die Zukunftstür
kannst du nur
mit der Klinke Vertrauen öffnen.

Josef Butscher

Frieden 11. Januar 2009

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Frieden

Nun, da sich verirrt in Wüsten
unser Denken, unser Sinnen,
sagen wir, dass gern wir büßten,
gäbe es ein Neubeginnen.

Nun, da unser Wort verklungen
würdelos in dumpfen Tönen,
fühlen wir uns ernst gedrungen
zu Geständnis und Versöhnen.

Nun, da Frost sich rings verbreitet,
suchen wir die warme Wohnung,
wo der Tisch schon zubereitet,
Gnade waltet und Verschonung.

Warum erst sich tief verirren?
Warum erst so fern sich wenden?
Gott, komm diesen Wust entwirren,
form uns neu mit deinen Händen!

Gott, wir brauchen dein Geleiten,
deiner Absicht treu zu bleiben,
dass wir in dem Strom der Zeiten
nicht als hohles Treibholz treiben,

sondern an den Wasserbächen
Früchte tragen, segnend grünen,
und wie klare Wasserflächen
Frieden künden und Versühnen!

Josef Butscher

Winter 11. Januar 2009

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Winter

So sanft in Stille eingewoben
verbring ich nun die Winterzeit.
Die Zeit: Gelegenheit zum Loben,
zum Rückblick und zur Dankbarkeit.

Was war, was immer kam gegangen
im trägen Schritt, im Überfall
des jähen Lichtes auf den Wangen,
es blinkt und schwingt, wird Widerhall;

wird Widerhall von Ruf und Gnade,
wird Einsicht in der Führung Sinn.
Ich stehe an des Stroms Gestade
und weiß, dass ich verwandelt bin.

Josef Butscher