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Das Gesicht 20. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Aphorismus mit Foto.
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Alter Mann

Das Gesicht eines Menschen ist ein seelischer Reisebericht.

Mauern 19. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Meditation mit Foto.
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2009-01-19-bougainvillea-96

Mauern der Abgrenzung –
wann werden sie überwunden?

Mauern des Schweigens –
wann werden sie durchbrochen?

Mauern der Sorge –
wann werden sie abgetragen?

Mauern der Angst –
wann stürzen sie ein?

Sagst du mir, Herr,
wann ich die Trompete blasen soll,
damit die Mauern fallen –
so wie damals in Jericho?

Oder soll ich mit dir
die Mauern überspringen?

Sagst du’s mir?
Du weißt, wie du mir helfen kannst.

Bis dahin will ich die Mauern
mit der Kletterpflanze Hoffnung begrünen.

Josef Butscher

Licht 18. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Aphorismus mit Foto.
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Licht

Warum die Moore der Dunkelheit aufsuchen? Erfreue dich an den Wogen des Lichtes!

Schnee 15. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Schnee

Ich werde in der Frühe wach
und sehe, Schnee liegt Dach auf Dach.
Sonst war’n die Dächer jeden Tag durch Schmutz befleckt.
Jetzt wurden sie mit einer weißen Decke zugedeckt.

Ob jeder weiß vom neuen Dach?
Vielleicht sind viele noch nicht wach.
Ich hoff‘, dass jeder fröhlich aufsteht und entdeckt:
Das Ziegeldach der Schuld hat nachts der schöne Schnee bedeckt.

Josef Butscher

Im Nebeldunst der Zeit 11. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Im Nebeldunst der Zeit

Wenn sich im Nebeldunst der Zeit
Vergangenes verliert,
die fernen Orte
nicht erkennbar sind,
und an dem Weinstock
nur noch Blattwerk hängt,
dann übe dich
in der Tugend des Schweigens.

Sei still und warte.

Die Zukunftstür
kannst du nur
mit der Klinke Vertrauen öffnen.

Josef Butscher

Frieden 11. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Frieden

Nun, da sich verirrt in Wüsten
unser Denken, unser Sinnen,
sagen wir, dass gern wir büßten,
gäbe es ein Neubeginnen.

Nun, da unser Wort verklungen
würdelos in dumpfen Tönen,
fühlen wir uns ernst gedrungen
zu Geständnis und Versöhnen.

Nun, da Frost sich rings verbreitet,
suchen wir die warme Wohnung,
wo der Tisch schon zubereitet,
Gnade waltet und Verschonung.

Warum erst sich tief verirren?
Warum erst so fern sich wenden?
Gott, komm diesen Wust entwirren,
form uns neu mit deinen Händen!

Gott, wir brauchen dein Geleiten,
deiner Absicht treu zu bleiben,
dass wir in dem Strom der Zeiten
nicht als hohles Treibholz treiben,

sondern an den Wasserbächen
Früchte tragen, segnend grünen,
und wie klare Wasserflächen
Frieden künden und Versühnen!

Josef Butscher

Winter 11. Januar 2009

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Winter

So sanft in Stille eingewoben
verbring ich nun die Winterzeit.
Die Zeit: Gelegenheit zum Loben,
zum Rückblick und zur Dankbarkeit.

Was war, was immer kam gegangen
im trägen Schritt, im Überfall
des jähen Lichtes auf den Wangen,
es blinkt und schwingt, wird Widerhall;

wird Widerhall von Ruf und Gnade,
wird Einsicht in der Führung Sinn.
Ich stehe an des Stroms Gestade
und weiß, dass ich verwandelt bin.

Josef Butscher