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Langweilig? 1. November 2018

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Meer-Menorca-9402

Wer das Leben langweilig findet, sollte versuchen, eine kurze Weile nach der anderen auszuhalten. Diese Übung schafft die Langeweile ab.

Josef Butscher

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Es bleibt nur eins 1. November 2018

Posted by josefbutscher in Gedicht mit Foto.
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Möwe-Menorca-9708

Wir möchten träumen, schweben

in der Versunkenheit,

und sollten längst erstreben

den Weg der Festigkeit.

 

Wir möchten ziellos schweifen,

da uns kein Maß bemisst,

und sollten längst begreifen,

was uns geboten ist.

 

Wir möchten lustvoll leben,

von keiner Last beengt,

doch sollten längst uns geben

in das, was Gott uns schenkt.

 

Ist ja ein Selbstbelügen

das leere Wunschgebild.

Es bleibt nur eins: Sich fügen

und tun, was ewig gilt.

Josef Butscher

Jeder Augenblick 1. November 2018

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Haeuser-mit-Kirche-Menorca-

Jeder Augenblick

hat seine Zeit.

Keiner ist klanglos oder fahl.

Jeder Augenblick

prägt eine Melodie in dein Herz.

Jeder Augenblick

malt Farben in deine Seele.

 

Gib auf dich Acht!

 

Erlerne das Lied,

das dein Herz zum Schwingen bringt.

Gestalte das Bild,

das deiner Seele Leuchtkraft verleiht.

Josef Butscher

(Aus: Josef Butscher, Leben heißt Zeit haben, Seite 20)

Einsatz 1. November 2018

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Sich für das scheinbar Unerreichbare stark zu machen, ist wichtiger als sich für das schon Vorgegebene einzusetzen.

Josef Butscher

Ein umgepflügter Geist 1. November 2018

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Obstschale-Obst-Gemüse1287

Ein umgepflügter Geist erntet zu seiner Zeit reife Früchte. Dann isst er davon. Doch die meisten verschenkt er wieder.

Josef Butscher

Gott, ich glaube 1. November 2018

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Blumen-Brunnen-Menorca-9986

Ich glaube nicht an dich,

weil andere dazu raten.

Menschengedanken führen nicht zu dir.

 

Ich glaube nicht an dich,

weil ich Angst hätte.

Du bist ein Gott der Freiheit.

 

Ich glaube nicht an dich,

weil ich dazu veranlagt wäre.

Ginge es nach mir, könnte ich

nicht einmal an mich selber glauben.

 

Ich glaube nicht an dich,

weil ich auf Belohnung warten würde.

Berechnung rechnet immer verkehrt.

 

Ich glaube nicht an dich,

weil ich dazu erzogen worden wäre.

Du wertest nur das eigne Tun.

 

Ich glaube nicht an dich,

weil ich hart und eifrig

an mir gearbeitet hätte.

Veränderung gibt es nur durch dich.

 

Ich glaube nicht an dich,

weil ich arm, reich oder gebrechlich wäre.

Die Umstände schaffen und halten nicht,

was vor dir gilt.

 

Gott, ich glaube an dich

einfach deshalb, weil es dich gibt

und du für mich da bist.

Du hast mich zum Leben gerufen,

du hast mich vom Tode erlöst.

Ich glaube an dich,

weil ich dir danken will.

Ich glaube an dich,

weil ich mich freue über dich.

Josef Butscher

O Komm, du tiefe Nacht 1. November 2018

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O komm, du tiefe Nacht!

Vom Lärm des Tags verführt, genarrt,

sucht meine Seele Ruh

in deiner Friedensgegenwart.

 

O komm, du tiefe Nacht!

Schenk Schlaf, von keiner Schuld erschreckt,

bis mich das Morgenlicht

zu neuem Tagwerk auferweckt.

Josef Butscher

Schizophrenie vor Toresschluss 1. Oktober 2018

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SU-2018-09.-2482-Kopie

Sie stecken sich goldene Friedenstauben ans Revers

und bringen um, wer ihnen in die Quere kommt.

 

Sie rekrutieren Heere von Wissenschaftlern

und verstehen es nicht, den Hunger einzudämmen.

 

Sie erfinden Preisausschreiben zum Thema Liebe

und verkommen in ihrer Unsittlichkeit.

 

Sie setzen auf Geschmack und Stil

und halten „danke“ und „bitte“ für Kleinkinderworte.

 

Sie ertragen keine Rüge

und brennen anderen ihre Zigarettenkippen in die Seele.

 

Sie übervölkern die Kosmetikläden

und stinken vor Arroganz.

 

Sie schwimmen auf jeder Frohsinnswelle

und versumpfen in Depressionen.

 

Sie pilgern von einem Museum zum andern

und begreifen doch nicht den Sinn der Geschichte.

 

Sie vertändeln das Leben, warten aufs schöne Sterben

und wissen nicht, dass sie böse erwachen werden. –

 

Schlimme Zeiten

hat die Bibel für die letzten Tage vorausgesagt.

Josef Butscher

 

Die Zustände 1. Oktober 2018

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Scheune-2016-04.-9281

Die Zustände sind krank.

Sie wissen nicht, wer sie sind,

weil sie die Wahrheit unterdrücken.

Sie wissen nicht, wer du bist,

weil sie nicht mit dir reden.

 

Sie verstecken sich, aber schlafen nicht.

Plötzlich springen sie

hinter der Hecke hervor

und gebärden sich wie ein bissiger Hund.

 

Die Zustände sind ansteckend.

Schnell werden sie zur Volksseuche

mit dem traurigen Ergebnis:

Jeder ist sich selbst der unbekannte Nächste.

Josef Butscher

Erde 1. Oktober 2018

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Die große Erde.

Jeder Mensch von Gott geliebt,

obwohl nur ein Punkt.

Josef Butscher